Die kalte Methode

Das Verfahren, dass wir zur Herstellung unserer Seifen verwenden ist die so genannte "Kalte Methode". In diesem Verfahren werden die Öle und Fette nur bis zum Schmelzen erhitzt, um die gewünschte Temperatur zu erreichen, bevor sie mit Natronlauge vermischt werden, ohne weiteres Erhitzen oder Kochen der Öle. Die Verseifungsreaktion wird weiterhin in einem langsamen Tempo, über mehreren Stunden hinaus, weitergeführt. Diese Methode ist ein langsames Verfahren, weil unter anderem lange Trocknungs- und Reifungszeiten erforderlich sind, so dass sie die besten natürlichen Eigenschaften (Sanftheit, Schäumen, Ausdauer, usw.) bekommen können. Der wichtigste Vorteil ist, allerdings, das Glyzerin (ein Nebenprodukt der Verseifung), das reich an feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften ist, in der Seife bleibt (und nicht durch Kochen oder mit Salz entfernt wird, wie es bei anderen Verfahren der Fall ist). Somit behält die Seife ihre "natürlichen" feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften. Zusätzlich, weil keine Reinigung der Öle (durch Kochen oder Salzzusatz, wie in der Industrie) stattfindet, müssen während der Kalten Methode "ausschließlich" hochwertige Öle verwendet werden, denn sonst wird Qualität des Ergebnisses (Seife) vermindert. Was immer wir einsetzen, wird auch erhalten!

Die "Überölung"

Wir verwenden bei unserer Seife etwas mehr Öl, wie zur Verseifungsreaktion theoretisch erforderlich ist. Auf dieser Weise, das Öl, das übrig bleibt, bleibt nach der Verseifung in die Seife drin, und ergänzt deren feuchtigkeitsspendende Eigenschaften. Somit wird die Seife viel hautfreundlicher. Dieses Verfahren heißt "Überölung" und trägt zur Herstellung von wirklich sanfter, geschmeidige Seifen bei.

Dir Reife

Sobald die Seife aus der Form kommt, wird sie geschnitten, und muss anschließend an einem trockenen und kühlen Ort zum Trocknen (um die Feuchtigkeit zu beseitigen) und zum reifen aufbewahrt werden. Diese Phase dauert 6-8 Wochen, je nach Rezept. Die Reife ist notwendig, um die besten Eigenschaften (Schaumbildung Lebensdauer, Geschmeidigkeit) der Seifen beizubehalten.

Wie wurde es früher gemacht?

Früher, aus offensichtlichen wirtschaftlichen Gründen, wurde kein erstklassiges Öl gebraucht, sondern Öle, die vom Kochen übrig blieben oder der "Bodensatz" des Öls. Die Hersteller waren daher gezwungen, die Öle aufzukochen und mit Salz zu bereichern, sodass die Schmieröle abgesetzt würden (und die Seife die an der Oberfläche der Mischung entstand, anschließend aufgefangen wurde). Zusammen mit den schmutzigen Fetten wurde natürlich auch das Glyzerin entfernt, und die Seife verlor somit ein wertvoller Bestandteil...

Industrielles Verfahren

In der industriellen Produktion, werden hauptsächlich andere Methoden bevorzugt, bei denen das produzierte Glyzerin von der Seife entnommen wird (und separat verkauft wird). Außerdem, ist die "kalte Methode" für den Einsatz in der Industrie nicht geeignet (vor allem, aufgrund der langsamen Reaktionsgeschwindigkeit). Es werden weitere Verfahren bevorzugt, wie z.B. das Erhitzen von Fetten und Alkalien mit der Zugabe von Salz zur Entfernung des Glyzerins und der Verunreinigungen und das erneute aufkochen und Erhitzen, zur Neutralisation von Fettsäuren mittels Karbonaten, usw.